Urheberrecht: Musik hören im Web 2.0

Der Zugang zu urheberrechtlich geschütztem Material im Internet ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Manch einer wird sich noch an die hitzige Debatte über die Internet-Tauschbörse Napster erinnern. Nach einer Menge unschöner Streitigkeiten entschloss sich Napster damals, den Schritt aus der rechtlichen Grauzone heraus zu gehen und nur noch lizensierte Stücke gegen Gebühren zur Verfügung zu stellen.

Seitdem ist es nicht mehr schwierig, sich aktuelle Musikstücke anzuhören, ohne dazu die CD des jeweiligen Interpreten erwerben zu müssen. Auf zahlreichen Portalen ist der kostenlose Genuss von Musik problemlos möglich, wobei nicht alle Anbieter wirklich rechtlich abgesichert sind. Ein Beispiel ist das Video-Portal YouTube. Die Webseite weist deutlich darauf hin, dass User nur Videos einstellen dürfen, an denen sie die Nutzungsrechte besitzen. Die Praxis sieht jedoch oft anders aus: Offizielle Musik-Videos inklusive Original-Sound finden immer wieder ihren Weg in die nicht lizensierte Öffentlichkeit. YouTube wirkt hier zwar restriktiv ein, kann sich aufgrund der steigenden Datenmassen aber nur schwer gegen illegale oder halbillegale Beiträge oder deren Download wehren.

Wer eher Abstand zu etwaigen dubiosen Praktiken halten möchte, dem sei die Seite www.last.fm ans Herz gelegt. Hier stehen die Community und Web 2.0-Funktionen viel stärker im Vordergrund: Der interessierte User kann sich mit einem Profil auf der Seite anmelden und anschließend zahlreiche Client-Programme und -geräte (darunter beliebte Player wie WinAmp, iTunes u.ä. sowie iPods und iPhones) so konfigurieren, dass sie die gespielten Stücke mit der last.fm-Datenbank abgleichen.

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Auf diese Weise sammelt die Webseite Informationen über den individuellen Musikgeschmack und bietet dem User anschließend Vorschläge für andere Bands oder Konzerte, die ihn interessieren können. Auch User in geographischer Nähe, die sich für dieselbe Musik interessieren, können leicht gefunden werden. Dabei haben die meisten Bands nicht nur eine durch die User mit Informationen gefüllte Webseite im Portal, sondern meist auch eine Handvoll Stücke zum Probehören – diesmal in anständiger Qualität.

Wer hingegen lieber für sich allein Musik hört, dem empfehle ich die beiden Services www.deezer.com und www.grooveshark.com. Beide Webseiten bieten ein auf Flash basierendes, komfortables und sehr schick gestaltetes Interface, auf dem sich leicht nach einem Künstler oder einem bestimmten Song suchen lässt. Die Oberfläche von Grooveshark erinnert dabei sehr stark an das Menü eines iPods, so dass User, die einen solchen besitzen, sehr schnell einen Einstieg finden. Beiden Webseiten gemein ist die Funktion, eigene Playlists zusammenstellen und abzuspeichern zu können, sobald man sich mit seiner E-Mail-Adresse für einen kostenfreien Account registriert hat.

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Jörn Meyer

geschrieben von Jörn Meyer am 17. Februar 2009 in der Rubrik Kompetenzen, Szene

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Jörn Meyer ist in der Entwicklung Processes & Portals tätig.

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