Internet Explorer 8: Ein Erfahrungsbericht
„Er ist schnell, er ist stabil, er hält sich an Standards“. Wer hätte gedacht, diesen Satz noch mal im Zusammenhang mit dem „Internet Explorer“ von jemandem zu lesen, der nicht in Redmond beschäftigt ist. Ich hatte Gelegenheit, der Mutter aller Browser mal ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Mein vorsichtiges Fazit ist widererwarten positiv. Die von mir getesteten Seiten liefen ohne Probleme, auch wenn ich hier und da gedacht habe „Leute, fangt eure Browserweichen ein“.
Alle Fehldarstellungen waren im Wesentlichen auf für die älteren Explorer-Geschwister entwickelten Hacks und Workarounds zurückzuführen. Mit denen will der jüngste Spross Nr. 8 aber scheinbar gar nichts zu tun haben und hier ganz explizit ausgeklammert werden. Bleibt also doch ein geringer Restaufwand für die versammelte Webworkerschaft zu tun, um dem Schützling das Siegel „IE8 ready“ zu verleihen.
Was die Entwicklung von Javascript betrifft sind sich die Browser-Anbieter, bis auf wenige Ausnahmen, ja schon seit einigen Jahren einig. Bei dem Gedanken, müde und frustriert vor der flimmernden Röhre zu sitzen und Javascript-Code Netscape-fähig zu machen, muss ich allerdings heute noch etwas schmunzeln. Für die Interpretation von Darstellungen schien eine Durchsetzung vorhandener Standards aber für ewig Utopie zu bleiben. Ein paar Jahre und viele Erkenntnisse später deutet sie sich an, die Vision von „Dem einen Code“ der überall gleich läuft und vor allem gleich aussieht. Ich, und da bin ich ganz ehrlich, habe nach den Erfahrungen der letzten Jahre mit vielem gerechnet, aber damit nicht. Und das ist wohl mein persönliches Highlight an diesem Produkt.

Ansonsten scheint Microsoft, wenn auch noch nicht so ganz bei den Sicherheitsstandards, wie den Medien aktuell zu entnehmen ist, zumindest in Sachen Performance die Hausaufgaben gemacht zu haben. Das derzeitige Release ist gefühlte zehn mal schneller, als die zuletzt veröffentlichte Beta- Version.
Sind wir ehrlich – der IE ist und bleibt ein Massenphänomen. Kein Alternativ-Produkt weit und breit ist in der Lage, ihm den ersten Platz im Olymp der Erfolgsgeschichten streitig zu machen. Auch wenn mich dieser Umstand im Sinne des freien Marktes und Wettbewerbs stört, so tröstet mich, dass das, was der Windows Updater dem Durschnitts-Surfer da auf die Festplatte lädt, mit Fug und Recht als das beste bezeichnet werden darf, was den Name „Internet Explorer“ seit langem getragen hat.
So weiß ich also alle bewussten und unbewussten IE-User in ganz guten Händen. Ich persönlich werde, wie auch der Großteil meiner Branchen-Kollegen, an die Alternativen Firefox, Opera & Co. halten. Denn – so fair muss man wohl sein – erst diese Heterogenität und der damit verbundene Wettbewerb hat den Internet Explorer zu dem werden lassen, was er jetzt in der Version 8 ist.
geschrieben von Daniel Kynast am 27. März 2009 in der Rubrik Kompetenzen, Produkte
Ich bin als Projektleiter für die kernpunkt GmbH tätig. Neben meinen täglichen Projektmanagement-Aufgaben informiere ich mich laufend über neue und spannende Themen im Online-Bereich.













Peter schrieb am 27. März 2009 um 19:15 #
Hallo Daniel,
dem letzten Satz stimme ich besonders zu. Microsoft hat den IE mit der 8er viel Konkurrenzfähiger gemacht und besonders die schnellere Javascript Interpretation kommt sehr vielen scriptlastigen Seiten sehr zu Gute.
Hier meine Erfahrungsbericht zum IE8: http://www.piksa.info/blog/2009/03/19/erster-erfahrungsbericht-zum-internet-explorer-8/
Beste Grüsse,
Peter