Eingeborene: Sind Sie ein Digital Native?
Um diese Frage zu beantworten reicht eigentlich schon die Angabe Ihres Geburtsdatums aus. Neulich stellte mir meine Kollegin aus der Kreation die Frage, ob ich schon mal den Begriff Digital Native gehört hätte. Das wäre ein ziemliches Modewort zurzeit und ein ganz spannendes Thema. Stimmt. Und gehört hatte ich das Wort zuvor auch schon, aber mir wenig detaillierte Gedanken dazu erlaubt. Ist doch nur wieder einer dieser neuartigen Anglizismen, dachte ich. Doch trotzdem es sich um ein Internet-orientiertes Wort in englischer Ausprägung handelt, lohnt es sich, dieses einmal genauer zu betrachten.
Den Ursprung findet der Begriff Digital Native (also der digitale Eingeborene) in einem Aufsatz des amerikanischen Autors und Redners Marc Prensky, prominenter New Yorker Pädagoge. In seinem Buch „On the horizon“ beschreibt er dem Kapitel „Digital Natives, digital Immigrants“ die Unterschiede zwischen beiden Begriffen. Digital Natives sind alle „nativen Sprecher“ der digitalen Sprache der Computer, von Video Spielen und im Internet. Die Natives kennen die neuen Technologien von Geburt an und integrieren sie als selbstverständlich in ihren Alltag. Alle diejenigen, die sich mit den neuen Medien erst im Laufe ihres Lebens beschäftigt haben und sukzessive den Umgang mit diesen gelernt haben, werden als „Digital Immigrants“, digitale Immigranten, bezeichnet.

Typische Ausprägungen für digitale Immigranten sind nach Prensky zum Beispiel das Ausdrucken von Dokumenten, um sie offline zu lesen oder zu korrigieren, jemanden in sein Büro zu rufen um ihm eine spannende Website zu zeigen, anstatt ihm einfach den Link zu senden, oder der „Hast Du meine E-Mail erhalten“-Anruf. Die digitalen Medien und Technologien werden dankbar und hoch interessiert genutzt, manchmal jedoch immer noch nicht selbstverständlich, unsicher und teilweise sogar skeptisch.
Was uns zu dem Begriff „Digital Sceptic“ führt. Der digitale Skeptiker begegnet uns eher selten in sozialen Netzwerken, weil er Angst hat, seine Fußspuren zu hinterlassen und hohen Wert auf Datensicherheit legt. Außerdem lehnt er neue Technologien und deren Ausprägungen gerne erst einmal ab, denn das Leben lebt sich auch so ganz angenehm. Computer sind ok, so lange die Nutzungsmöglichkeiten nicht zu extraordinär erscheinen.
Und? Welcher Kategorie ordnen Sie sich zu?
geschrieben von Tanja Kiellisch am 28. April 2009 in der Rubrik Kompetenzen
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.












