Marketing 2.0: Marken werden demokratischer

Was wäre, wenn Werbekampagnen stattfinden, und keiner bekommt es mit? Wer heute Marketing betreibt muss neue Konzepte, Ideen und Strategien berücksichtigen, denn längst schon befinden sich die Zielgruppen auf der Flucht. Diese werden nämlich immer informierter, wählerischer und kritischer und lassen sich nicht mehr so einfach von klassischen Werbekampagnen beeindrucken. Entscheidende Trends dürfen nicht verschlafen werden, kritisiert Michael Schröder, Präsident des Marketing-Clubs Berlin, im Interview mit Spiegel Online.

Die heutigen Kommunikationsstrategien der Werber seien altmodisch und berücksichtigen die Kundenwünsche nur wenig. Werbung werde wahllos auf möglichst vielen Kanälen geschaltet, um möglichst hohe Etats abzugreifen. Die Zielgruppe aber werde immer weniger erreicht, meint Schröder. Heutzutage stehen mannigfache Kanäle zur Distribution von Botschaften zur Verfügung, und diese müssten individuell und speziell genutzt werden. Der Raum, in dem Kommunikation stattfindet, zerfasert. Zielgruppen werden darin schnell aus den Augen verloren. Weiterhin sei es wichtig zu berücksichtigen, dass die Massenmedien zunehmend an Bedeutung verlieren. Fein orchestrierte Kampagnen auf vielen Kanälen würden immer wichtiger.

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Das Verhältnis zwischen Unternehmen und Kunden definiert sich seit geraumer Zeit neu. Letztere stehen nun auf Augenhöhe mit den Anbietern von innovativen Leistungen und Produkten und nehmen sich ihr recht, über Qualität und Nutzen mitzuentscheiden. Viele Unternehmen aber verpassen die Chance, sich aktiv mit ihren Kunden auszutauschen und auch Kritik ernsthaft zu verarbeiten, erklärt Schröder. Marken würden zum Allgemeingut, das jeder mit formen kann und das Unternehmen verwalten.

Für Unternehmen ist es wichtig, die neuen Medien und ihre Kommunikationsmöglichkeiten nicht nur mit gesunder Skepsis zu betrachten, sondern kontinuierlich neue Wege auszuprobieren, um ihre Marke auszubauen und damit zu festigen. Das bedeutet zwar auf der einen Seite ein Stück weit Kontrollverlust, beinhaltet aber auf der anderen Seite die Flexibilität, Kunden persönlich und individuell anzusprechen.

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Tanja Kiellisch

geschrieben von Tanja Kiellisch am 2. November 2009 in der Rubrik Kompetenzen, Szene

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Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.

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