Shop-Design: Style oder nicht Style?
Denken Sie einmal an das Gefühl, Samstagnachmittag einen ausgedehnten Shopping-Bummel zu unternehmen. Sie ziehen von Laden zu Laden, stehen einem überwältigendem Angebot von Kleidung, Parfum, Büchern oder Lebensmitteln gegenüber und versuchen hier, die für Sie besten Alternativen zu finden. Wonach suchen Sie in diesen Momenten? Nach dem unverwechselbaren Pullover, den Sie schon seit Monaten suchen? Nach preiswerten Mängel- oder Restexemplaren? Nach Sonderangeboten? Denken Sie auch einmal daran, unter welchen Einflüssen Sie den jeweiligen Laden auswählen. Ist es die blinkende Lichterdekoration im Schaufenster oder eher der dezente und wertige Eingangsbereich eines Designer-Ladens, die sie neugierig macht? Locken Sie die Düfte der Konditorei an oder freuen Sie sich auf Schnäppchen vom Grabbeltisch?

Jeder Käufer verfolgt ein anderes Ziel bei seiner Produktsuche. Dabei spielen persönliche Vorlieben eine genauso große Rolle wie das Abwägen des Preis-Leistungs-Verhältnisses oder die Suche nach der bestmöglichen Qualität. Dabei prasseln die unterschiedlichsten Reize auf einen Menschen ein, die er in Millisekunden erst unterbewusst verarbeitet und an die er sich später bewusst wieder erinnert – wenn der Wiedererkennungswert eines Produktes oder Shops gewährleistet ist.
Genauso verhält es sich auch beim Online-Shopping. Aus einer Vielfalt von Angeboten muss der Nutzer das für ihn beste Angebot herausfinden. Die Herausforderung für Shop-Betreiber besteht in der Abwägung von Design und Usability. Ist ein Shop zu „stylish“ und überladen mit visuellen Elemente, kann er den Nutzer schnell verwirren. Eine zu starke Fixierung auf Usability kann einen Shop aber recht schnell langweilig und interessant erscheinen lassen. Eine Mischung aus ansprechendem Design und notwendiger Usability ist also angebracht.

Doch nach welchen Kriterien werden diese Aspekte richtig umgesetzt? Zunächst einmal sollten Sie sich auf die Ansprüche Ihrer Zielgruppe konzentrieren. Handelt es sich um aufgeschlossene, junge und innovative Nutzer, sollte auch der Shop nicht an interaktiven Funktionalitäten und einer großzügigen visuellen Gestaltung sparen. Ist die Zielgruppe eher informationsorientiert und sucht zum Beispiel nach preiswerten Angeboten, ist auch bei der Shop-Gestaltung eine dezente und nüchterne Gestaltung ratsam. Allerdings sollte auch hier auf ein modernes und ansprechendes Design geachtet werden, denn sonst geht schnell der USP des Händlers verloren.
Ein Online-Shop profitiert von seinem markenspezifischen Auftritt, einer einladenden Produktpräsentation, der Einhaltung seines Corporate Designs und einer zielgruppengerechten Ansprache. Bei der Ausarbeitung des Webdesigns ist daher eine äußerst individuelle und nutzerfreundliche Gestaltung wichtig, die sowohl die Vorteile des Angebots berücksichtigt als auch auf die Erwartungen der Nutzer eingeht.
geschrieben von Sandy Zukowski am 11. Dezember 2009 in der Rubrik Kompetenzen
Als Leiterin der Abteilung Kreation bei der kernpunkt GmbH setze ich mich mit allen Themen rund um Design 2.0, Flash, Web-Video und Kreativitätstechniken auseinander.












