Facebook: Der Gutfinde-Knopf
Da hat sich Facebook wieder einen ganz besonders praktischen Service für seine Nutzer ausgedacht. Wie wäre es, wenn Sie künftig beim Surfen durch das Internet Seiten mit einem Klick persönlich bewerten können, die Sie für toll/nützlich/dufte/super befinden? Das wäre praktisch. Das hat sich auch das Unternehmen Facebook gedacht und stellt diese Woche auf der Facebook-Entwicklerkonferenz eine neue Schnittstelle vor. Bauen Seitenbetreiber den „Gutfinde-Knopf“ ein, kann ein Facebook-Nutzer mit nur einem Klick alles loben, was zwischen ihm und seinem Mauszeiger steht: Fotos, Texte, Kommentare, Verlinkungen. Einen ähnlichen Service hat Twitter vor kurzem mit dem Programm @anywhere angekündigt.

Das gefällt mir!
Wie simpel: Ein Klick und alle Freunde im sozialen Netzwerks wissen, was Sie gerade gut finden. Die Lieblingsseiten werden automatisch, sofern die privaten Sicherheitseinstellungen nicht verändert wurden, im Profil des Nutzers aufgeführt und kategorisiert. Sie müssen sich keine ausführliche Bewertung überlegen, keinen umfangreichen Kommentar aus Ihren Fingern saugen oder gar kritikfähige Beiträge verfassen. Einmal „Klick“ und schon haben Sie allen impulsiv die Meinung gesagt. Begegnen Sie in Zukunft einem „Gefällt-mir-Knopf“ von Facebook wissen Sie, dass die Website, auf der Sie surfen, gerne stärker auf sich aufmerksam machen möchte. Mit Mundpropaganda nämlich. Und weil Google Webseiten, die oft empfohlen und verlinkt werden, als potenziell wichtig einordnet und höher rankt. Und Sie können sicher sein, dass Facebook auf diese Weise weitere Vorlieben seiner Nutzer erfährt und sammelt. (Übrigens formiert sich zurzeit auch eine Gruppe, die einen „Gefällt-mir-nicht-Button“ fordert. Ich werde diese Bewegung beobachten…)
Der „Become a fan“-Button wird damit wohl hinfällig werden. Die Nutzer bewerten Websites lieber, als direkt Fan von ihr oder einer Marke zu werden. Eine so „enge“ Bindung wollen sie meist nicht eingehen, deswegen erhofft sich Facebook mit dem „Gefällt-mir-Button“ noch stärkere Resonanz.
Für Website-Betreiber ist der Facebook-Knopf eine gute Möglichkeit, mit sozialen Netzwerken zu interagieren und stärker auf sich aufmerksam zu machen. Zudem können sich die zunehmenden Verlinkungen positiv auf das Suchmaschinenranking auswirken. Aber geben Sie Acht, dass der „Gefällt-mir-nicht-Button“ nicht plötzlich auf der Bildschirmfläche erscheint!
geschrieben von Tanja Kiellisch am 20. April 2010 in der Rubrik Kompetenzen, Szene
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.












