Es ist längst bekannt, dass in Zeiten der Digitalisierung und angesichts der steigenden Beliebtheit von Social Networks Verlage ins Schwimmen geraten. Zeitungen und Zeitschriften sind nicht mehr ganz so attraktiv, wie noch vor wenigen Jahren und werden besonders von der jüngeren Generation lieber mal eben zwischendurch per Online-Version konsumiert. Verleger stehen vor der Herausforderung, neue Erlösquellen zu suchen und das Medium Print mit dem Online-Kanal zu verknüpfen. Print wird nicht aussterben. Aber die Menschen werden immer weniger bereit sein für Produkte und Informationen zu zahlen, die sie online kostenlos erhalten. Nun gibt es ja bereits die Debatte über neue Bezahlangebote im Netz. Die soll hier nicht fortgeführt werden.
Vielmehr fiel meine Aufmerksamkeit heute Morgen auf eine neue iPhone-App und dem schönen Satz: „Mit Paperboy können Print-Titel jede Seite ihrer Publikation oder auch die darin enthaltenen Anzeigen interaktivieren.“ Interaktivieren. Das Wort gefiel mir so gut, dass ich weiterlas. „So können Zusatzinformationen wie Hintergrundberichte, Links, Bilder, Videos etc. ergänzt oder die Print-Anzeigen um interaktive Elemente erweitert werden.“ Der Leser kann den Artikel zudem per E-Mail, Facebook oder Twitter weiter empfehlen oder in einem eigenen Archiv ablegen.
Was muss der Leser, also der Print-Leser, dafür tun? Er macht einen Schnappschuss von Seiten in Zeitungen und Zeitschriften. Eine Software erkennt automatisch die hinterlegten interaktiven Inhalte. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der jeweilige Titel auch an dem Programm teilnimmt. Der Leser entdeckt anschließend spannende Zusatzinhalte wie Videos, Bilder oder Dokumente. Paperboy verlinkt automatisch Weblinks in Artikeln. Hinter Seiten, die mit dem Smart Visuals-Symbol versehen sind, verbergen sich exklusive Inhalte.
Verlage verdienen mit dieser Applikation entweder Geld, wenn Sie die Daten gegen eine Abo-Gebühr anbieten oder über Werbung. Sie können den Werbetreibenden für die Print-Anzeigen erweiternden Online-Content anbieten.
Klingt alles spaßig und aufregend. Aber ich frage mich
a) wie viele iPhone-Nutzer lesen die ausgesuchten teilnehmenden Print-Titel?
b) wie viele iPhone-Nutzer sind überhaupt am Lesen von Print-Produkten interessiert?
c) wer sich die Mühe macht, Zeitschriften zu fotografieren, wenn der Besuch einer mobilen Version der jeweiligen Zeitschrift weniger Mühe macht?
Ich habe den Verdacht, dass diejenigen, die sich lieber ausführlich und haptisch mit einer Zeitschrift beschäftigen, froh sind, dem digitalen Stress für kurze Zeit zu entkommen. Und die anderen, die Informationen lieber digital beziehen, sich im Internet ausführlich mit dem mobilen Angebot beschäftigen. Die Verknüpfung von Print und Online ist in jedem Fall ein notwendiger und richtiger Weg. Doch ob dies durch Fotografieren einer Papierseite funktioniert, bliebt in den nächsten Monaten zu beobachten.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 8. April 2010 in der Rubrik Kompetenzen, Szene
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Obwohl es sich bei diesen Marketingaktivitäten um ein auf den ersten Blick eindeutiges Maßnahmenpaket handelt, lernen Werbetreibende auf den zweiten Blick schnell eine detailgenaue und langfristige Arbeitsweise schätzen. Denn auch und besonders Performance-Marketing lässt selbst routinierte Marketingverantwortliche unvorhergesehen stolpern. Die neun größten Fallstricke, und natürlich Tipps dazu, wie man sie umgeht, lesen Sie in unserem aktuellen Fachartikel.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 6. April 2010 in der Rubrik Kompetenzen
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Zwar trauen sich inzwischen mehr und mehr Unternehmen an ein eigenes Corporate-Blog heran, jedoch bleibt es leider für viele Verantwortliche aus Marketing, PR und Kommunikation immer noch ein unbekanntes Terrain, welches hier beschritten wird. Unabhängig davon ob man denn nun einen solchen Kommunikations-Kanal tatsächlich braucht, sollte man sich als Betreiber von vornherein verschiedene Fragen stellen, um den potenziellen Erfolg tatsächlich auch erreichen zu können.
Die wichtigste Voraussetzung lautet: ein Unternehmens-Blog sollte sich grundsätzlich immer an den eigenen, festgelegten Unternehmenszielen orientieren, während die Ausrichtung an den wichtigsten Themen des eigenen Portfolios und den bereits vorhandenen Zielgruppen mit den Inhalten einhergehen sollte.
Definieren Sie zusätzliche Ziele Ihres Blogs – während Markenbekanntheit und Steigerung der Aufmerksamkeit in den meisten Fällen das wichtigste Ziel darstellen, können trotzdem noch weitere dazu kommen: die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsbereiche, die Steigerung der Außenwahrnehmung als Marktführer, die Kommunikation mit den Mitarbeitern und Kunden oder sogar der Direktvertrieb von Dienstleistungen und Produkten können in die Inhalte Ihrer Beiträge aufgenommen werden. Ein Nebeneffekt: das regelmäßige Verfassen von Beiträgen hat einen sehr positiven Einfluss auf die Indizierung durch Suchmaschinen.
Zur Auswahl der Zielgruppen, die Ihr Blog ansprechen soll, ist etwas Recherche-Arbeit nötig: mit wem kommunizieren Sie regelmäßig? Welche Themen werden von Ihren Kunden über andere Kanäle häufig angesprochen? Erhalten Sie anderweitig Feedback von Ihren Kontakten, welches sich häufig ähnelt? Und: haben Ihre Wettbewerber vielleicht schon ein Corporate-Blog, aus dem Sie herausfiltern können, welche Leser dort sehr aktiv sind?
Der nächste Schritt: das Verfassen von Inhalten. Schreiben Sie über Inhalte, die nicht nur Ihre Leser interessant und spannend finden, sondern auch Sie selbst, denn so können Sie direkt sicherstellen, dass Ihre Inhalte nicht trocken oder langweilig gestaltet werden – ein informativer Schreibstil wird die Leser aktivieren und sie dazu bringen, Ihre Beiträge zu lesen und vielleicht sogar zu kommentieren.
geschrieben von Dominik Multhaupt am 31. März 2010 in der Rubrik Kompetenzen
Ich arbeite als Leiter Online-Marketing bei kernpunkt. Themen wie SEO und SEM, Web 2.0 und virales Marketing sowie das mobile Internet interessieren mich besonders.
Sie sind in aller Munde und fast jeder Deutsche Onlinenutzer ist bereits Mitglied in mindestens einer: Die Communitys. Die wohl bekannteste und größte ist auf Facebook zu finden. Viele Unternehmen nutzen diese Plattform bereits, um sich, ihre Angebote und Leistungen in lockerer und moderner Form an die Zielgruppe zu bringen. Diese können sich als „Fan“ dem Unternehmen oder der von ihm positionierten Marke anschließen.
Doch nicht für jedes Unternehmen macht eine Präsenz auf Facebook Sinn. Oder andersherum: Nicht jedes Unternehmen wird mit einem Profil auf der Community-Plattform Erfolg, sprich eine große Anhängerschaft, verzeichnen. Wer über ein solches Portal Markenaufbau betreiben will, sollte dies kritisch hinterfragen. Wie das Marktforschungsinstitut Millward Brown in einer aktuellen Studie zeigt, eignen sich Facebook & Co. vor allem für starke Marken, deren Marktposition bereits gefestigt ist. Sie haben einen klaren Vorteil und sind ihrer Konkurrenz meist überlegen.
Das bedeutet: Es reicht nicht allein aus, eine Marke auf Facebook zu etablieren und dann darauf zu hoffen, dass ihre Reputation mit der wachsenden Fan-Gemeinschaft wächst. Vielmehr können besonders Marken, die bereits anerkannt und gerne genutzt sind, innerhalb einer Community ihr Image noch weiter stärken. Zudem besteht für sie die Möglichkeit, unkompliziert mit ihren Kunden in Kontakt zu treten und Informationen schnell und effektiv zu verbreiten. Der Bekanntheitsgrad einer Marke muss bereits vorhanden sein, um auch auf Facebook erfolgreich zu agieren. Tendenziell sind es starke und sehr bekannte Marken, die den größten Nutzen für sich aus solchen Portalen ziehen. Weniger bekannte Marken müssen um ihre Anhängerschaft kämpfen und zusätzliche Maßnahmen walten lassen, um sich einen Namen zu machen.
Profil von Coca Cola auf Facebook
geschrieben von Tanja Kiellisch am 31. März 2010 in der Rubrik Kompetenzen
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Lesen Sie noch oder scannen Sie schon? Ich wette, Sie gehören bereits zu den Internetnutzern, denen der Begriff Informationsflut mehr als vertraut ist. Bei all den Webseiten, Blogs, Online-Netzwerken und RSS-Feeds auch kein Wunder. In diesen virtuellen Weiten den Überblick zu behalten ist nicht einfach, denn Sie möchten natürlich alle wichtigen Informationen herausfiltern und die weniger relevanten lieber ignorieren. Deshalb überfliegen Sie die Inhalte so schnell wie möglich und hoffen, dabei die für sie spannenden Details herauszufinden.
Dies ist Ihre Perspektive als Online-Leser. Wenn Sie nun einen Internetauftritt gestalten und dafür die Texte formulieren, bereiten Sie sich selbst und Ihren Nutzern eine Freude indem Sie informativ sowie relevant schreiben. Hierbei gilt es, genau den Mittelweg zu finden. Denn zu viele Informationen verschrecken genauso wie überflüssiges Datenmaterial, mit dem niemand etwas anfangen kann. Die Beschreibung Ihres Unternehmens, der Produkt und Dienstleistungen überzeugt durch kompetente Formulierungen. Denn sie spiegelt damit das Leistungsangebot Ihres Unternehmens wider.
Zudem ist die Herausarbeitung von unverwechselbaren und einzigartigen Informationen bzw. Angeboten absolut notwendig. Wer sind Sie? Was macht Sie aus? Warum Sie und nicht xy? Online-Texte profitieren von einer schlanken Gestalt, von Hervorhebungen und Aufzählungen und einer einfachen sowie klaren Sprache. Diese Texte stehen stets in einem Konkurrenzverhältnis zu anderen Medien. All die lustigen Flash-Seiten, blinkende Banner und bunten Video-Integration sorgen für eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Nutzer. Versucht dieser sich nun auf das ruhige Wort zu konzentrieren, benötigt er Unterstützung: Ein einfacher Satzbau, schlagkräftige Überschriften und gut positionierte Keywords fallen sofort ins Auge (und übrigens auch in die Crawler-Arme von Google).
Schreiben Sie längere Texte, um einen hohen Informationsgehalt für zum Beispiel Fachpublikum sicher zu stellen, denken Sie an auflockernde Absätze, das Einbinden von Grafiken und an die Markierung von wichtigen Stellen. Nur, wenn Sie als kompetenter und damit vertrauenswürdiger Informationsanbieter auftreten werden Ihre Online-Besucher auch zu Kunden.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 30. März 2010 in der Rubrik Kompetenzen
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.