Archiv der Kategorie ‘Szene‘

Twitter: Was gibt es Neues?

Heute Morgen erreichte mich ein Rundmailing von Biz Stone, dem Mitgründer von Twitter. Vielleicht haben Sie es als fleißiger Twitterer auch erhalten, dann brauchen Sie nicht weiterzulesen. Für alle anderen hier noch einmal die wichtigsten Neuigkeiten im Überblick:

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Neue Startseite
Twitter ist heutzutage nicht mehr nur zum Twittern da, sondern hat sich laut Einschätzungen der Gründer als Informationsnetzwerk weiterentwickelt. Deshalb war es notwendig, auch die Startseite an die Ansprüche der Nutzer weiterzuentwickeln. Hier finden diese nun seit Ende März dynamische Inhalte. Außerdem werden die populärsten Themen, die sogenannten Trending Topics, übersichtlich auf der Startseite zusammengestellt. Dazu sehen die Twitter-Nutzer die aktuellsten Top-Tweets.

Offizielle Twitter Conference
Die erste Twitter-Entwickler-Konferenz ist ins Leben gerufen: Am 14. Und 15. April treffen sich alle Interessierten in San Francisco bei “Chirp”, um über Themen wie Streaming, Geolocation, Business-Strategien oder mobile Integration zu diskutieren. Tickets sind für den Schnapperpreis von 469 Dollar zu haben.

Kampf dem Spam
Twitter sagt Spam den Kampf an. Weniger als 1% aller Tweets sind unnütz, also als Spam gekennzeichnet. Die Verantwortlichen bei Twitter wollen dies weiter reduzieren. (Sie meinen aber damit nicht die inhaltliche Qualität der Beiträge…)

Lokalisierung
Ein neues Feature auf Twitter erlaubt das Hinzufügen von ortsbezogenen Daten zu individuellen Tweets. Sie können entweder die exakte Lokalisierung angeben oder eine generelle Lokalisierung, wie zum Beispiel „Nachbarschaft“. Sollten ihnen das Feature noch nicht aufgefallen sein, müssen Sie es in Ihren Einstellungen erst noch aktivieren.

Tanja Kiellisch

geschrieben von Tanja Kiellisch am 12. April 2010 in der Rubrik Szene

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Webdesign: Das Wesen des Ladebalkens

Was machen Sie, wenn eine Software etwas mehr Zeit zur Installation benötigt, ein Download gedownloadet werden muss oder eine Website zum Beispiel wegen exorbitanter Flash-Animationen Ladezeit beansprucht? Genau: Sie schauen auf einen Ladebalken. Vermutlich haben Sie sich noch nie Gedanken über die Psychologie eines Ladebalkens gemacht. Dafür hat sich Chris Harrison, Student an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh nun der Sache angenommen und das Wesen des Ladebalkens systematisch erforscht.

Sein Versuchsaufbau beinhaltete zwei Szenarien: Zuerst wurden mehrere pulsierende Ladebalken miteinander verglichen. Die Frequenz war entweder gleich oder wurde langsamer bzw. schneller, je nachdem, wie weit das Laden vorangeschritten war. Der zweite Test wurde mit farbigen Balken vorgenommen, in denen farbig abgehobene Wellen rhythmisch in die eine oder andere Richtung wanderten. 20 freiwillige Tester sollten Angaben darüber machen, welchen Einfluss die unterschiedlichen Balken auf ihr subjektives Zeitempfinden nehmen, während sie warten. Alle Ladebalken waren so eingestellt, dass sie fünf Sekunden brauchten, um das erlösende Ende zu erreichen.

Nimmt das Pulsieren mit der Zeit zu empfinden viele Teilnehmer eine kürzere Ladezeit. Auch Ladebalken, in denen Wellen von vorne nach hinten verlaufen vermitteln dieses Gefühl. Laut diesem Experiment kann allein durch die Kraft der visuellen Spielerei beim Nutzer der Eindruck erweckt werden, dass die Wartezeit 10,9% schneller vergeht. Das Design hat einen immensen Einfluss auf die Wahrnehmung der Internetnutzer. Nicht nur Farben und Formen verursachen entsprechende Wahrnehmungseffekte, sondern vor allem auch deren Anordnung und Animation.

Sandy Zukowski

geschrieben von Sandy Zukowski am 12. April 2010 in der Rubrik Kompetenzen, Szene

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Als Leiterin der Abteilung Kreation bei der kernpunkt GmbH setze ich mich mit allen Themen rund um Design 2.0, Flash, Web-Video und Kreativitätstechniken auseinander.

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Neue Erlösquellen: Paperboy-App hilft Verlagen

Es ist längst bekannt, dass in Zeiten der Digitalisierung und angesichts der steigenden Beliebtheit von Social Networks Verlage ins Schwimmen geraten. Zeitungen und Zeitschriften sind nicht mehr ganz so attraktiv, wie noch vor wenigen Jahren und werden besonders von der jüngeren Generation lieber mal eben zwischendurch per Online-Version konsumiert. Verleger stehen vor der Herausforderung, neue Erlösquellen zu suchen und das Medium Print mit dem Online-Kanal zu verknüpfen. Print wird nicht aussterben. Aber die Menschen werden immer weniger bereit sein für Produkte und Informationen zu zahlen, die sie online kostenlos erhalten. Nun gibt es ja bereits die Debatte über neue Bezahlangebote im Netz. Die soll hier nicht fortgeführt werden.

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Vielmehr fiel meine Aufmerksamkeit heute Morgen auf eine neue iPhone-App und dem schönen Satz: „Mit Paperboy können Print-Titel jede Seite ihrer Publikation oder auch die darin enthaltenen Anzeigen interaktivieren.“ Interaktivieren. Das Wort gefiel mir so gut, dass ich weiterlas. „So können Zusatzinformationen wie Hintergrundberichte, Links, Bilder, Videos etc. ergänzt oder die Print-Anzeigen um interaktive Elemente erweitert werden.“ Der Leser kann den Artikel zudem per E-Mail, Facebook oder Twitter weiter empfehlen oder in einem eigenen Archiv ablegen.

Was muss der Leser, also der Print-Leser, dafür tun? Er macht einen Schnappschuss von Seiten in Zeitungen und Zeitschriften. Eine Software erkennt automatisch die hinterlegten interaktiven Inhalte. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der jeweilige Titel auch an dem Programm teilnimmt. Der Leser entdeckt anschließend spannende Zusatzinhalte wie Videos, Bilder oder Dokumente. Paperboy verlinkt automatisch Weblinks in Artikeln. Hinter Seiten, die mit dem Smart Visuals-Symbol versehen sind, verbergen sich exklusive Inhalte.

Verlage verdienen mit dieser Applikation entweder Geld, wenn Sie die Daten gegen eine Abo-Gebühr anbieten oder über Werbung. Sie können den Werbetreibenden für die Print-Anzeigen erweiternden Online-Content anbieten.

Klingt alles spaßig und aufregend. Aber ich frage mich
a) wie viele iPhone-Nutzer lesen die ausgesuchten teilnehmenden Print-Titel?
b) wie viele iPhone-Nutzer sind überhaupt am Lesen von Print-Produkten interessiert?
c) wer sich die Mühe macht, Zeitschriften zu fotografieren, wenn der Besuch einer mobilen Version der jeweiligen Zeitschrift weniger Mühe macht?

Ich habe den Verdacht, dass diejenigen, die sich lieber ausführlich und haptisch mit einer Zeitschrift beschäftigen, froh sind, dem digitalen Stress für kurze Zeit zu entkommen. Und die anderen, die Informationen lieber digital beziehen, sich im Internet ausführlich mit dem mobilen Angebot beschäftigen. Die Verknüpfung von Print und Online ist in jedem Fall ein notwendiger und richtiger Weg. Doch ob dies durch Fotografieren einer Papierseite funktioniert, bliebt in den nächsten Monaten zu beobachten.

Tanja Kiellisch

geschrieben von Tanja Kiellisch am 8. April 2010 in der Rubrik Kompetenzen, Szene

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iSearch: Warum Apple eine eigene Suche entwickelt…

Eine Zukunftsvision von Matthias Steinforth:

Seit einigen Tagen ist es nun auf dem Markt erhältlich: Neben MacBooks, iPhones, iPods und einigen weiteren Produkten gibt es seit Anfang April nun auch das iPad von Apple in den USA zu kaufen. Gespannt fragen sich daher nicht nur Analysten und Mac-Fans, was „Apple‘s next big thing“ sein wird. Auch ich habe mir hierzu Gedanken gemacht und bin der Meinung, dass Apple dieses Jahr noch mit einer eigenen Suchtechnologie auf den Markt kommen wird. Apple’s nächster großer Wurf wird iSearch.

Suchtechnologie oder Suchmaschine?
Bewusst habe ich den Begriff Suchtechnologie gewählt. Denn im Gegensatz zu Google wird Apple seine Suche nicht an den Browser – also das Web – sondern an die i-Produkte und damit an das MacOS oder das iPhone-/iPad-Betriebssystem koppeln. Gründe gibt es dafür mehrere: Zum einen bietet Apple mit iTunes bereits eine Software, die über rund 100 Millionen Kunden-Konten verfügt (sprich mindestens auf gleichvielen Endgeräten läuft). Auf dieser Basis und mit dem Wissen welches Apple über die Nutzer bereits gesammelt hat, kann eine Suchsoftware sehr stark auf die Bedürfnisse ausgerichtet werden. Zum anderen hat  – und in diesem Bereich war Apple der Konkurrenz immer einige Schritte voraus – eine Client-Software (also keine Web-Lösung) in puncto Benutzerfreundlichkeit wesentliche Vorteile.

Apple beherrscht das Thema Suche

Apple beherrscht das Thema Suche

Was wird iSearch können?
Apple muss sich mit Google messen lassen. Zumindest, was die Qualität der Suchergebnisse betrifft. Doch hier ist man sicherlich – trotz einiger Jahre Vorsprung von Google – in der Lage einen existierenden Software-Anbieter zu übernehmen oder einen eigenen Suchalgorithmus zu entwickeln. Mit der Technologie die im iTunes Genius steckt, hat Apple bereits gezeigt, zu was die Entwickler im Bereich der Informationsverarbeitung in der Lage ist.
Daher wird iSearch vor allem mit der Benutzerführung punkten. Und hier ist genau Googles Schwäche: Die Menge der Daten wird immer größer und die Darstellung auf einer SERP (Search Engine Result Page) kaum noch zu handeln. Sucht man bei Google beispielsweise nach iPad so bekommt man neben den bezahlen sowie unbezahlten Treffern auch News, Live-Tweets aus Twitter, Bildern und Videos zum Thema dargestellt. Die Informationsflut steigt und ist im Browsern aktuell nicht übersichtlich darstellbar.

Suchergebnisse bei Google

Suchergebnisse bei Google

Stellt man sich hier die Möglichkeiten eines iPads oder iPhones und deren Nutzerführung vor, so stehen plötzlich wesentlich mehr Möglichkeiten zur Verfügung: Per Fingerbewegung kann durch Ergebnisse gescrollt werden; diese können per Bildschirmberührung sortiert, bewegt oder bewertet werden. Mir kam schnell der Gedanke an Tom Cruise in Minority Report, der per Handbewegung Informationen klassifiziert und sortiert. So wird Apple Suchmaschine auch funktionieren und damit neue Möglichkeiten – insbesondere für die Darstellung multimedialer Suchergebnisse – liefern.

Was bringt Apple eine eigene Suche?
In erster Linie Unabhängigkeit von Google. Kurzfristig wird iSearch Google nicht die Marktführung nehmen können. Hierfür ist die Verbreitung der Apple Endgeräte noch zu gering. Denkt man aber weiter, so verfügt Apple über die notwendige Infrastruktur, um sowohl personalisierte Suchergebnisse (mySearch) anbieten als auch Werbung (iAd) über seine Lösung verkaufen zu können. Alle iTunes-Accounts sind mit Kreditkarten- oder Bank-Daten versehen; das Buchen eines Werbeplatzes ist somit nur einen Klick im iTunes-Store entfernt. Auch hat Apple den Zugriff auf genügend Content: In Musik, Videos, eBooks und elektronischen Magazinen kann man über iSearch natürlich ebenfalls suchen und im Gegensatz zu Google die entsprechenden Inhalte auch direkt kaufen.

Und wann startet Apple’s iSearch?
Das weiß vermutlich nur Steve Jobs. Ich würde auf Herbst 2010 tippen…

Matthias Steinforth

geschrieben von Matthias Steinforth am 7. April 2010 in der Rubrik Szene

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Ich bin einer der beiden Gründer und Geschäftsführer der kernpunkt GmbH und für den Bereich Marketing und Vertrieb zuständig. Zu meinen Schwerpunkten zählen die Themen Web 2.0, Content-Management und SEO.

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Inspiration: Suchen mit Oamos

Sind Sie auf der Suche und wissen nicht so ganz genau, wonach eigentlich? Dann könnte die „Meta-Inspiration Engine“ Oamos die richtige Inspirationsquelle für Sie sein. Mit ihr entdecken Sie Inhalte, die Sie mögen und inspirieren. So versprechen das jedenfalls die Initiator Marc Lee. Oamos befragt andere Suchmaschinen nach aktuellen News, Bildern, Synonymen, Musik und Filmdateien. Die Daten werden audiovisuell aufbereitet und nach Belieben eher sachlich oder unterhaltsam, mit oder ohne Ton, mit oder ohne Links präsentiert. Die Präsentation ist eine 3 Minuten lange Demo-Show.

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Oamos sucht und kombiniert die Inhalte bei jedem Aufruf aus dem Internet neu. Dadurch entstehen permanent neue Inspirationsquellen und die Themen werden in unterschiedlichen Kontexten dargestellt. Sie können auch von einem Such-Trip der besonderen Art sprechen, denn zarte Gemüter fühlen sich eventuell etwas überrumpelt von all den Informationen. Bei Risiken und Nebenwirkungen schließen Sie am besten einfach den Browser!

Die visuelle Suche ist eine gute Möglichkeit, um Inhalte emotionaler und abwechslungsreicher darzustellen. Dabei liegt der Fokus nicht auf eine möglichst genaue Abdeckung der zur Verfügung stehenden Informationen, sondern auf eine attraktive Präsentation der Inhalte, die der Nutzer selbst weiter vertiefen kann. Online-Shops profitieren zum Beispiel von der visualisierten Darstellung der Suchergebnisse, denn sie involvieren die Besucher stärker in ihr Angebot.

Sandy Zukowski

geschrieben von Sandy Zukowski am 7. April 2010 in der Rubrik Szene

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