Nachdem ich Ihnen gestern ein bisschen über den „Find-ich-gut“-Knopf auf Facebook erzählt habe, komme ich auch heute nicht darum herum, die beliebte Community-Plattform Gegenstand eines weiteren Beitrags sein zu lassen. Ich lese seit einigen Tagen immer öfter den Begriff „F-Commerce“, und kann Ihnen versichern, dass es sich hierbei nicht um einen Schreibfehler handelt. F-Commerce beschreibt einen Teil der E-Commerce-Aktivitäten von Online-Händlern auf facebook.de.
Rund acht Millionen Deutsche nutzen Facebook. Das macht es attraktiv für die Social-Commerce-Bestrebungen von Online-Händlern. Dabei sollten Sie F-Commerce nicht mit Social Commerce verwechseln. Social Commerce beschreibt die Integration sozialer Komponenten innerhalb einer bestehenden E-Commerce-Strategie. Das können zum Beispiel Bewertungsfunktionen, das Angebot einer Community oder Rankings in einem Online-Shop sein. Bei F-Commerce handelt es sich um die ergänzende Nutzung von Facebook zusätzlich zu einer bestehenden E-Commerce-Strategie. Das Angebot einer Fan-Seite auf Facebook und die dortige Darstellung von Produktinformationen, Sonderangeboten oder speziellen Aktionen involviert die Facebook-Nutzer nicht nur emotional. Gleichzeitig ermöglichen Weiterempfehlungsfunktionen eine schnelle Verbreitung innerhalb des Netzwerks.
Online-Händler profitieren von einer schnelleren und einfacheren Kontaktaufnahme mit ihrer Zielgruppe und erhalten weitere Nutzerdaten für ihre Marketingaktivitäten. Allerdings begeben sie sich auch auf dünnes Eis, denn die Nutzer sozialer Medien werden immer misstrauischer und prüfen das ihnen zur Verfügung stehende Angebot immer genauer. Einfach gestrickte Werbekampagnen oder eine plumpe Ansprache durchschauen sie sofort. Sie suchen nach einem Mehrwert, wenn sie direkt mit Unternehmen und deren Marken in Kontakt treten und sind ernsthaft daran interessiert, sich mit einem Angebot intensiv auseinanderzusetzen.
F-Commerce ist zurzeit eine große Spielwiese, deren Ausgestaltung auch von dem weiteren Funktions- und Vertriebsangebot der Plattform facebook abhängt. Entscheiden sich Online-Händler zur Nutzung von Facebook, sollten sie dies sukzessive und strategisch angehen.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 21. April 2010 in der Rubrik Was ist eigentlich
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Der zurzeit wohl bekannteste Microblogging-Dienst heißt Twitter. Die Nutzer kommunizieren (twittern) dort in 140 Zeichen wichtiges und unwichtiges in die Welt hinaus. Enterprise Microblogging (EMB) bedient sich dieses Prinzips. Mit EMB integriert ein Unternehmen eine moderne Kommunikationsform in interne Unternehmensabläufe.
Die Betonung liegt auf „intern“, denn die externe Kommunikation bleibt beim Enterprise Microblogging vollkommen außer Acht gelassen. Im Fokus steht die Optimierung interner Kommunikationsprozesse. Die Kommunikation integriert sich nahtlos in die Arbeitspraktiken der Beteiligten und verläuft aufgaben-, problem- und ereignisorientiert. Vor allem im Projektmanagement findet EMB Anwendung, sowie in der Entwicklungsarbeit an Themen oder Produkten und in der Kommunikation innerhalb von Abteilungen und Unternehmenseinheiten. Enterprise Microblogging fördert zudem das Innovationsmanagement und lässt kreative Gedanken, Meinungen und Ideen viel leichter an die Oberfläche des Arbeitsalltags dringen.
Enterprise-Microblogging-Dienst yammer.com
Microblogging wird laut aktuellen Studien weniger als Informationsinstrument eingesetzt, sondern vor allem aus hedonistischen Motiven, wie „Sonne mich gerade auf Mallorca“ oder aufgrund trivialer Ambitionen „Trinke einen Kaffee“ genutzt. Dabei steckt hohes informatives Potenzial in der Anwendung von Microblogging, wird es strukturiert und reglementiert eingesetzt.
Zurzeit stehen rund 30 Enterprise-Microblogging-Plattformen als Einzel- oder integrierte Lösung zur Verfügung, darunter zum Beispiel die kommerzielle Lösung Yammer oder das Open-Source-Programm status.net. Ich kann Ihnen übrigens einen interessanten Fachartikel zu dem Thema empfehlen. Die aktuelle April/Mai-Ausgabe des Magazins für Führungskräfte „wissensmanagement“ fasst das Thema ansprechend zusammen.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 13. April 2010 in der Rubrik Was ist eigentlich
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Wenn Sie bei der Debatte über die Kulturflatrate aufgepasst haben wissen Sie, dass es im Internet ein kleines Problem für die meisten Content-Anbieter gibt: Sie verdienen kein Geld mit ihrem Angebot. Das ist schade, denn es finden sich oftmals sehr hochwertige Nachrichten und Informationen sowie spannendes Gedankengut auf privaten Webseiten. Der Nutzer hingegen wurde von den Anfängen des Internets an daran gewöhnt, kostenlos auf alle diese Inhalte zuzugreifen – unabhängig davon, ob er im Austausch dafür ebenfalls Inhalte publiziert.
Diese Kostenloskultur hat sich bereits in vielen Köpfen fest etabliert und ist nur schwer aufzubrechen. Seit einigen Monaten macht ein junges Start-Up von sich Reden, dessen Zielsetzung auf der Vergütung von virtuellen Beiträgen liegt. Flattr heißt der neue Dienst im und für das Web 2.0. Den Internetnutzern steht es frei sich dort anzumelden, ein Konto einzurichten und dort vorab jeden Monat einen Betrag seiner Wahl zu überweisen. Zwei Euro allerdings sollten es schon sein. Begegnet er dann auf seinen Online-Reisen Webseiten oder Blogs, die an dem Service von Flattr teilnehmen, finden Sie einen kleinen Flattr-Button vor. Mit einem Klick demonstrieren Sie nicht nur, dass Sie das Angebot toll finden, sondern gleichzeitig dazu bereit sind, für die angebotenen Inhalte zu zahlen. Am Monatsende wird unter allen „geflatterten“ Angeboten des Nutzers der vorher eingezahlte Betrag gleichmäßig aufgeteilt.
Dieser Vorgang heißt Social Payment. Soziales Bezahlen. Anti-Kostenloskultur. Das Bezahlen für Inhalte basiert auf dem sozialen Kerngedanken des Internets. Dieses Verfahren ist noch sehr jung und wenig verbreitet, so dass ernsthafte Verdienstchancen für Content-Anbieter zurzeit kaum vorhanden sind.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 9. April 2010 in der Rubrik Was ist eigentlich
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Das Corporate Profile ist im Prinzip eine Neuauflage des klassischen Unternehmensprofils. Letzteres sollte auf jedem Unternehmensauftritt in der Rubrik „Über uns“ zu finden sein. Der Besucher einer Website erfährt somit nicht nur Details über das Produkt- und Leistungsangebot eines Anbieters, sondern kann sich intensiver mit dem Unternehmen, der Geschäftsführung, den Mitarbeitern, der Unternehmensgeschichte und so weiter, beschäftigen.
Im Social Web ist eine neue Repräsentationsart für Unternehmen entstanden: Das Corporate Profile. Dieses bietet ebenfalls ausreichend Raum zur Unternehmensdarstellung, jedoch auf einer externen Plattform und innerhalb eines sozialen Netzwerks. Stellt sich ein Unternehmen auf Facebook, der VZ-Gruppe oder den Lokalisten vor, nutzt es damit nicht nur einen innovativen und lockeren Weg, sondern nimmt gleichzeitig den direkten Kontakt zur Zielgruppe auf. Es verlangt nach Feedback, denn soziale Netzwerke leben von dem stetigen Dialog der Mitglieder untereinander.
Ein weiterer Vorteil: Die Mitglieder können Fan eines Unternehmens oder seiner Marke werden. Sie fügen das Logo ihrem eigenen Profil hinzu, verfolgen aufmerksam die Neuigkeiten auf der Pinnwand und freuen sich über Fotos von Events oder Produktvorstellungen. Wer einmal Fan einer Marke ist bevorzugt auch deren Kauf und lebt das Markenversprechen. Das Corporate Profile ist also viel mehr, als eine bloße Unternehmensdarstellung: Es ist die Eröffnung eines persönlichen Dialogs zur eigenen Zielgruppe.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 7. April 2010 in der Rubrik Was ist eigentlich
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Creative Commons (CC) ist eine Non-Profit-Organisation, die in Form vorgefertigter Lizenzverträge eine Hilfestellung für die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte anbietet. Konkret bietet CC sechs verschiedene Standard-Lizenzverträge an, die bei der Verbreitung kreativer Inhalte genutzt werden können, um die rechtlichen Bedingungen festzulegen. Für Unternehmen besteht hiermit die Möglichkeit, Nutzungsrechte für zum Beispiel Texte, Bilder, Artikel, Videos oder Musikstücke einzuräumen.
Zurzeit gibt es sechs verschiedene CC-Lizenzen, die dem Rechteinhaber im deutschen Rechtsraum zur Verfügung stehen:
- Namensnennung
- Namensnennung-Keine Bearbeitung
- Namensnennung-NichtKommerziell
- Namensnennung-NichtKommerziell-Keine Bearbeitung
- Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen
- Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Entsprechende Inhalte eines Unternehmens auf seiner Website können so von der Nutzergemeinde weiterverwendet und auch im Web 2.0 verbreitet werden, ohne dass die Urheberrechte des Unternehmens darunter leiden. Die ausgewählte Lizenz wird auf der Website mit einem von CC bereit gestellten Button markiert. Die Nutzer erfahren mit einem Klick darauf, wie genau sie die Inhalte zu verwenden haben und was sie keinesfalls dürfen.
Das Prinzip des klassischen Urheberrecht „All rights reserved“ (alle Rechte vorbehalten) ersetzt CC mit „some rights reserved“ (einige Rechte vorbehalten).
geschrieben von Tanja Kiellisch am 19. März 2010 in der Rubrik Was ist eigentlich
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.