Das soziale Netzwerk Facebook ist in der täglichen Internet-Nutzung nicht mehr wegzudenken. Nicht nur die Nutzer profitieren von der bunten und umfangreichen Vernetzung. Auch Unternehmen können sich mit einem eigenen Profil persönlicher und nahbarer vorstellen. Der Grundgedanke der Facebook-Macher, Freunde online miteinander zu vernetzten und Informationen schnell austauschbar zu gestalten, funktioniert.
Leider sorgt Facebook aber auch immer wieder für Diskussionen zum Thema Datenschutz. Neuerdings öffnet sich die Plattform dem freien Web. Auf den neuen Suchmaschinen Openbook und Booshaka werden Status und private Daten von Nutzern sichtbar. Leider wissen die meisten Nutzer davon nicht. Schreiben Sie also demnächst darüber, wie sehr Sie Ihren Chef hassen, wie langweilig Sie den Besuch bei der Schwiegermutter fanden oder warum Sie keine Lust haben, zum Sport zu gehen, kann dies die ganze Welt nachverfolgen. Dank einer von Facebook kürzlich freigegebenen neuen Programmierschnittstelle (API) sind diese Beiträge in wenigen Sekunden über die neuen Suchmaschinen auffindbar.
Sichtbar werden, je nachdem, wie das persönliche Profil eingestellt ist, Nutzernamen, Geburtsdatum, Gruppen, Fotos, Videos oder Notizen sowie die Statusbotschaften. Jeder Nutzer von Facebook sollte sich dessen bewusst sein und seine Sicherheitseinstellungen überprüfen. Ist der öffentliche Auftritt gewünscht stehen damit wertvolle Informationen über das momentane Stimmungsbild der Facebook-Nutzer zur Verfügung. Welche Themen sind gerade angesagt und warum? Welche Marken sind beliebt? Warum besucht keiner meine Facebook-Gruppe?
Die neuen Suchmaschinen sind aus Datenschutzgründen mit Sicherheit kritisch zu betrachten. Dennoch leisten Sie einen Beitrag, das Social Web übersichtlicher greifbarer zu gestalten.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 20. Mai 2010 in der Rubrik Szene
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Die meisten Unternehmen scheuen größere Schritte im Web 2.0, weil sie die Kritik der Community fürchten und nicht einschätzen können, welche Kommunikationskanäle im Internet für eine überzeugende Außenwirkung gesteuert werden müssen. Diese Sorge ist nicht ganz unbegründet. Die öffentliche Kommunikation im Web 2.0 erfordert Authentizität und Disziplin der Unternehmen. Ein umfangreiches Angebot von Informationen ist genauso wichtig wie der ehrliche und direkte Austausch mit der Zielgruppe. Doch was tun, wenn sich schlechte Stimmung ausbreitet und die Vorwürfe eines einzelnen Kunden auf einmal weite Kreise ziehen?
Der Konzern Procter & Gamble hat gerade eindrucksvoll gezeigt, wie mit Gerüchten über die neuen Pampers-Windel „Dry Max“ umzugehen ist: Mit PR-Druck und Transparenz. Kurz zum Fall: Die benannte Windel wurde von P&G als neue Revolution beworben. 20 Prozent dünner und stärker absorbierend sollte sie sein. Da zeigte sich sogar der frühere US-Präsident Bill Clinton beeindruckt. Doch einige Eltern beschwerten sich: Ihre Babys litten plötzlich unter einem heftigen Hautausschlag, der nur auf Pampers Dry Max zurückzuführen sei. Dry Max war plötzlich gefährlich. Diese Tatsache wurde unter anderem heftig von den betroffenen Eltern auf facebook diskutiert. Wahr oder unwahr – P&G musste in jedem Fall handeln, und das schnell.
Die Meinungen und Erfahrungen von Kunden werden im Web 2.0 immer bedeutender. Innerhalb von sozialen Netzwerken tauschen sie sich aus, bewerten Produkte, empfehlen sie weiter und raten eben davon ab. In den meisten Fällen ist dieses Verhalten für Unternehmen positiv, denn ihre Kunden bringen die Marken ins Gespräch, testen Produkte und geben Hinweise zur Verbesserung. Tritt hingegen ein ernsthaftes Problem auf, das auf gravierende Mängel hinweist, müssen Unternehmen sofort reagieren und sich mit den Vorwürfen auseinandersetzen.
Pampers-Diskussion auf Facebook
Procter & Gamble hatte nicht nur ein Team von Mitarbeitern vor den Bildschirmen sitzen, die sich intensiv mit all den Nutzer-Kommentaren direkt auseinandersetzte und Antworten auf zweifelnde Fragen lieferte. Sie untersuchten die Vorwürfe, die neue Windel würde ernsthafte chemische Reaktionen auf der Baby-Haut hinterlassen auf das Genaueste und ließen Experten für die Sicherheit der Windeln garantieren. Letztlich stelle sich heraus, dass die Sorge der Eltern unbegründet war und lediglich eine kleine Gruppe von betroffenen leichte allergische Reaktionen verzeichnete. P&G startete eine beispiellose PR-Kampagne und involvierte die sozialen Netzwerke in die zeitnah entwickelte Kommunikationsstrategie. Zu guter Letzt empfindet die Zielgruppe genau dieses Engagement als sorgsam, offen und sympathisch.
Zeigen Sie Mut, wenn Sie die ersten Schritte im Web 2.0 gehen. Ihre Zielgruppe erwartet Ihre Präsenz und Beteiligung in den sozialen Netzwerken und vermerkt ihr Engagement als positiv. Auch, wenn sich einmal Kritik über Ihre Produkte ausbreiten sollte: Verarbeiten Sie diese transparent und verbessern Sie damit gleichzeitig Ihren Service.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 10. Mai 2010 in der Rubrik Kompetenzen, Szene
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Kaum ist er da, der Gutfinde-Knopf von Facebook, schon wird er fleißig eingesetzt. So zum Beispiel bei der E-Commerce-Plattform Magento. Innerhalb von 24 Stunden nach der Veröffentlichung durch Facebook hatten die flinken Mitarbeiter von Roy Rubin (CEO) bereits die Erweiterung für Facebook Like programmiert. Die Nutzer von Magento erhalten sie für 29 Dollar. Sie steht auf der Website von Magento als Download zur Verfügung. Auf einer Demo-Seite von Magento können Sie sich die Funktionalität von Facebook Like vorab ansehen.
Facebook Like bietet Website- und Shop-Betreibern die Möglichkeit, ihren Kunden ein unkompliziertes Bewertungstool zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung dafür ist lediglich ein Facebook-Account. Gefällt dem Besucher einer Website das dort präsentierte Angebot, klickt er kurz auf das Icon von Facebook Like und bewertet die Seite entsprechend positiv. Zudem wird seine Empfehlung über Facebook automatisch an das Freundesnetzwerk weitergegeben.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 27. April 2010 in der Rubrik Produkte
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Nachdem ich Ihnen gestern ein bisschen über den „Find-ich-gut“-Knopf auf Facebook erzählt habe, komme ich auch heute nicht darum herum, die beliebte Community-Plattform Gegenstand eines weiteren Beitrags sein zu lassen. Ich lese seit einigen Tagen immer öfter den Begriff „F-Commerce“, und kann Ihnen versichern, dass es sich hierbei nicht um einen Schreibfehler handelt. F-Commerce beschreibt einen Teil der E-Commerce-Aktivitäten von Online-Händlern auf facebook.de.
Rund acht Millionen Deutsche nutzen Facebook. Das macht es attraktiv für die Social-Commerce-Bestrebungen von Online-Händlern. Dabei sollten Sie F-Commerce nicht mit Social Commerce verwechseln. Social Commerce beschreibt die Integration sozialer Komponenten innerhalb einer bestehenden E-Commerce-Strategie. Das können zum Beispiel Bewertungsfunktionen, das Angebot einer Community oder Rankings in einem Online-Shop sein. Bei F-Commerce handelt es sich um die ergänzende Nutzung von Facebook zusätzlich zu einer bestehenden E-Commerce-Strategie. Das Angebot einer Fan-Seite auf Facebook und die dortige Darstellung von Produktinformationen, Sonderangeboten oder speziellen Aktionen involviert die Facebook-Nutzer nicht nur emotional. Gleichzeitig ermöglichen Weiterempfehlungsfunktionen eine schnelle Verbreitung innerhalb des Netzwerks.
Online-Händler profitieren von einer schnelleren und einfacheren Kontaktaufnahme mit ihrer Zielgruppe und erhalten weitere Nutzerdaten für ihre Marketingaktivitäten. Allerdings begeben sie sich auch auf dünnes Eis, denn die Nutzer sozialer Medien werden immer misstrauischer und prüfen das ihnen zur Verfügung stehende Angebot immer genauer. Einfach gestrickte Werbekampagnen oder eine plumpe Ansprache durchschauen sie sofort. Sie suchen nach einem Mehrwert, wenn sie direkt mit Unternehmen und deren Marken in Kontakt treten und sind ernsthaft daran interessiert, sich mit einem Angebot intensiv auseinanderzusetzen.
F-Commerce ist zurzeit eine große Spielwiese, deren Ausgestaltung auch von dem weiteren Funktions- und Vertriebsangebot der Plattform facebook abhängt. Entscheiden sich Online-Händler zur Nutzung von Facebook, sollten sie dies sukzessive und strategisch angehen.
geschrieben von Tanja Kiellisch am 21. April 2010 in der Rubrik Was ist eigentlich
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.
Da hat sich Facebook wieder einen ganz besonders praktischen Service für seine Nutzer ausgedacht. Wie wäre es, wenn Sie künftig beim Surfen durch das Internet Seiten mit einem Klick persönlich bewerten können, die Sie für toll/nützlich/dufte/super befinden? Das wäre praktisch. Das hat sich auch das Unternehmen Facebook gedacht und stellt diese Woche auf der Facebook-Entwicklerkonferenz eine neue Schnittstelle vor. Bauen Seitenbetreiber den „Gutfinde-Knopf“ ein, kann ein Facebook-Nutzer mit nur einem Klick alles loben, was zwischen ihm und seinem Mauszeiger steht: Fotos, Texte, Kommentare, Verlinkungen. Einen ähnlichen Service hat Twitter vor kurzem mit dem Programm @anywhere angekündigt.
Das gefällt mir!
Wie simpel: Ein Klick und alle Freunde im sozialen Netzwerks wissen, was Sie gerade gut finden. Die Lieblingsseiten werden automatisch, sofern die privaten Sicherheitseinstellungen nicht verändert wurden, im Profil des Nutzers aufgeführt und kategorisiert. Sie müssen sich keine ausführliche Bewertung überlegen, keinen umfangreichen Kommentar aus Ihren Fingern saugen oder gar kritikfähige Beiträge verfassen. Einmal „Klick“ und schon haben Sie allen impulsiv die Meinung gesagt. Begegnen Sie in Zukunft einem „Gefällt-mir-Knopf“ von Facebook wissen Sie, dass die Website, auf der Sie surfen, gerne stärker auf sich aufmerksam machen möchte. Mit Mundpropaganda nämlich. Und weil Google Webseiten, die oft empfohlen und verlinkt werden, als potenziell wichtig einordnet und höher rankt. Und Sie können sicher sein, dass Facebook auf diese Weise weitere Vorlieben seiner Nutzer erfährt und sammelt. (Übrigens formiert sich zurzeit auch eine Gruppe, die einen „Gefällt-mir-nicht-Button“ fordert. Ich werde diese Bewegung beobachten…)
Der „Become a fan“-Button wird damit wohl hinfällig werden. Die Nutzer bewerten Websites lieber, als direkt Fan von ihr oder einer Marke zu werden. Eine so „enge“ Bindung wollen sie meist nicht eingehen, deswegen erhofft sich Facebook mit dem „Gefällt-mir-Button“ noch stärkere Resonanz.
Für Website-Betreiber ist der Facebook-Knopf eine gute Möglichkeit, mit sozialen Netzwerken zu interagieren und stärker auf sich aufmerksam zu machen. Zudem können sich die zunehmenden Verlinkungen positiv auf das Suchmaschinenranking auswirken. Aber geben Sie Acht, dass der „Gefällt-mir-nicht-Button“ nicht plötzlich auf der Bildschirmfläche erscheint!
geschrieben von Tanja Kiellisch am 20. April 2010 in der Rubrik Kompetenzen, Szene
Ich bin als Marketingleitung für die kernpunkt GmbH tätig und beschäftige mich mit allen Themen rund um Online-Marketing, Web 2.0, Software-Lösungen und Web-Design.