Was machen Sie, wenn eine Software etwas mehr Zeit zur Installation benötigt, ein Download gedownloadet werden muss oder eine Website zum Beispiel wegen exorbitanter Flash-Animationen Ladezeit beansprucht? Genau: Sie schauen auf einen Ladebalken. Vermutlich haben Sie sich noch nie Gedanken über die Psychologie eines Ladebalkens gemacht. Dafür hat sich Chris Harrison, Student an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh nun der Sache angenommen und das Wesen des Ladebalkens systematisch erforscht.
Sein Versuchsaufbau beinhaltete zwei Szenarien: Zuerst wurden mehrere pulsierende Ladebalken miteinander verglichen. Die Frequenz war entweder gleich oder wurde langsamer bzw. schneller, je nachdem, wie weit das Laden vorangeschritten war. Der zweite Test wurde mit farbigen Balken vorgenommen, in denen farbig abgehobene Wellen rhythmisch in die eine oder andere Richtung wanderten. 20 freiwillige Tester sollten Angaben darüber machen, welchen Einfluss die unterschiedlichen Balken auf ihr subjektives Zeitempfinden nehmen, während sie warten. Alle Ladebalken waren so eingestellt, dass sie fünf Sekunden brauchten, um das erlösende Ende zu erreichen.
Nimmt das Pulsieren mit der Zeit zu empfinden viele Teilnehmer eine kürzere Ladezeit. Auch Ladebalken, in denen Wellen von vorne nach hinten verlaufen vermitteln dieses Gefühl. Laut diesem Experiment kann allein durch die Kraft der visuellen Spielerei beim Nutzer der Eindruck erweckt werden, dass die Wartezeit 10,9% schneller vergeht. Das Design hat einen immensen Einfluss auf die Wahrnehmung der Internetnutzer. Nicht nur Farben und Formen verursachen entsprechende Wahrnehmungseffekte, sondern vor allem auch deren Anordnung und Animation.
geschrieben von Sandy Zukowski am 12. April 2010 in der Rubrik Kompetenzen, Szene
Als Leiterin der Abteilung Kreation bei der kernpunkt GmbH setze ich mich mit allen Themen rund um Design 2.0, Flash, Web-Video und Kreativitätstechniken auseinander.
Wissen Sie, womit Sie mal so richtig Aufmerksamkeit erregen können? Mit Farbe! Ziehen Sie neue Seiten auf und zeigen Sie sich mondän. Und das empfehle ich Ihnen nicht nur in Anbetracht des nahenden Frühlings, sondern weil es wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit von Farben auf die menschliche Entscheidungsfindung gibt. Die richtige Farbkombination auf Ihrer Website kann Aufmerksamkeit erregen oder hilft Usern, Entscheidungen zu treffen sowie sie zu einer Aktion zu animieren. Farben rufen Gefühle und heben Elemente hervor, sie strukturieren Informationen und schaffen ein ausgewogenes Design.
Farbe für die eigenen Zwecke zu bewerten liegt in der Natur des Menschen. Für Primaten waren Farben existenziell, denn so konnten sie verschiedene Arten von Nahrung unterscheiden und zum Beispiel giftige Pflanzen oder Tiere anhand ihrer Signalfarben erkennen. Heute müssen wir viel schneller Informationen sammeln und filtern und damit Entscheidungen treffen.
Für Ihr Webdesign bedeutet das die unbedingte Berücksichtigung der richtigen Farbwahl. Wenn auf Ihren Webseiten visuelle Disharmonien bestehen kann das, wenn auch unbewusst, sehr abschreckend auf die Besucher wirken. Sie können sogar ungewollte Reaktionen auslösen. Die verwendeten Farben sollten aufeinander abgestimmt sein und somit ein harmonisches Gesamtbild erzeugen. Komplementäre Farben können für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen und spannende Akzente setzen. Je nach Marke und Angebot spielt der Einsatz von kalten und warmen Farbe eine Rolle und wenn Sie ein bisschen aus dem Rahmen fallen wollen, nutzen Sie Highlights.
Farbtupfer sorgen für Abwechslung, Aufmerksamkeit und Einzigartigkeit. Bedenken Sie dies beim Ihrem nächsten Re-Design.
geschrieben von Sandy Zukowski am 18. März 2010 in der Rubrik Kompetenzen
Als Leiterin der Abteilung Kreation bei der kernpunkt GmbH setze ich mich mit allen Themen rund um Design 2.0, Flash, Web-Video und Kreativitätstechniken auseinander.
Haben Sie schon einmal Gedanken um den Abschluss Ihrer Website gemacht? Wahrscheinlich ist die Informationsstruktur Ihrer Website gut durchdacht, Sie kümmern sich um wertvollen Content und aussagekräftige Bilder, achten auf eine gute Usability und auch Suchmaschinenoptimierung ist Ihnen wichtig. Aber wie sieht eigentlich Ihr Footer aus?
„Der Footer“, werden Sie jetzt vielleicht sagen, „wer achtet denn schon auf das Ende einer Website?“ Glauben Sie mir: Viele Nutzer beachten gerade am Schluss einer Website die dort aufgeführten Informationen. Denn wenn sie sich bereits die gesamte Seite hinunter gescrollt haben, ist das Interesse für weiterführende Details besonders hoch. Die Aufmerksamkeitskurve steigt an diesem Punkt noch einmal. Deswegen ist es umso trauriger, dass viele Website-Betreiber ihre Chance noch nicht erkannt haben und diesen wertvollen Platz wenig dekorativ darstellen.
Der Footer ist zum Beispiel sehr gut dafür geeignet, eine Sitemap zu integrieren. Am Ende einer Seite sucht der Leser oft nach Orientierung und weiterführenden Informationen. Eine Sitemap verschafft ihm Überblick. Gut zu integrieren sind hier Breadcrumb-Navigationen. Für manche Websites kann Werbung am Ende der Seite sinnvoll sein, so dass auf besondere Angebote aufmerksam gemacht wird. Handelt es sich um eine Website, die zum Beispiel von nur einer Person betrieben wird, kann im Footer eine kurze Vorstellung des Betreibers erscheinen. Ist die Website unter besonderen Bedingungen entstanden und weist beispielsweise eine spannende Technologie auf, kann der Footer als Schlussschrift dienen. Icons im Footer können eine Website auflockern und zum Beispiel auf Social Media Sites verweisen.
Ein Footer fasst im Idealfall all das zusammen, was eine Website ausmacht und gibt dem Nutzer einen guten Überblick über seine Möglichkeiten. Denken Sie immer daran: Ein Footer ist nicht nur ein Anhang, er ist eine Ergänzung.
geschrieben von Sandy Zukowski am 4. März 2010 in der Rubrik Kompetenzen
Als Leiterin der Abteilung Kreation bei der kernpunkt GmbH setze ich mich mit allen Themen rund um Design 2.0, Flash, Web-Video und Kreativitätstechniken auseinander.
Die Einfachheit des Designs wird von unseren Kunden immer stärker fokussiert. Mit Aufkommen des Web 2.0 sind die Funktionalitäten einer Website enorm angewachsen, weshalb auch die Anforderungen an ein einfaches, reines und nützliches Webdesign gestiegen sind. Besonders wenn ein Online-Auftritt ein reichhaltiges Informations- und Kommunikationsangebot hat, muss der Nutzer visuell so stark involviert werden, dass er seine Interessenschwerpunkte schnell wiederfindet und ausleben kann. Ein Design lebt natürlich auf der einen Seite von seine Unverwechselbarkeit und manchmal auch Extravaganz, jedoch müssen diese Punkte auf der anderen Seite ideal mit Usability und Funktionalität vereinbart werden.
Unter allen Design-Trends in diesem Jahr ist „Clean and Simple“ wohl der wichtigste. Web-Auftritte profitieren von getilgten Unterrubriken und Unterseiten, weniger Klick-Aktionen, reduzierten Inhalten und dem stärkeren Einsatz von Whitespace. Je offener und transparenter eine Website auftritt, desto höher ist die Nutzerakzeptanz. Deswegen rate ich generell dazu, die eigene Web-Präsenz regelmäßig aufzuräumen und auch einen Blick in die „Ecken“ zu werfen. Welche Inhalte werden wirklich noch gebraucht? Wo lohnt sich eine Verschlankung und wo eine Ergänzung? Seien Sie ehrlich zu sich selbst, wenn Sie Ihre Website überarbeiten und integrieren Sie moderne Nutzer-bezogene Ansätze in Ihr Webdesign.
geschrieben von Sandy Zukowski am 8. Februar 2010 in der Rubrik Kompetenzen
Als Leiterin der Abteilung Kreation bei der kernpunkt GmbH setze ich mich mit allen Themen rund um Design 2.0, Flash, Web-Video und Kreativitätstechniken auseinander.
Klicken Sie einen Link oder ein Vorschaubild auf einer Webseite an, wird diese abgedunkelt und ein Dialogfenster, ein vergrößertes Bild, ein Video oder ein Informationstext überlagert die Seite mit einem Transparenz-Effekt. Die Lightbox erlaubt dem Nutzer eine Interaktion mit der Website, ohne durch einen Seitenwechsel auf zum Beispiel ein separates Formular gestört zu werden. Sie ermöglicht einen äußerst eleganten Weg, um ergänzende Inhalte dezent auf einer Website zu platzieren. Verlassen kann man die Lightbox einfach über eine Close-Funktion oder meistens auch durch das Betätigen der ESC-Taste. Populär wurde diese Form der Informationspräsentation mit dem Aufkommen des Web 2.0, mit dem sich neue Technologien und ein reduziertes Design etablierten.
geschrieben von Sandy Zukowski am 5. Februar 2010 in der Rubrik Was ist eigentlich
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